VON ADMIRÄLEN UND RATTEN
Es
soll
heute
noch
Leute
geben,
die
bedauern,
dass
Triest
als
einziger
bedeutender
Hafen
der
Monarchie
nicht
mehr
zu
Österreich
gehört.
Neben
den
Kriegsschiffen,
der
SMS
Monarch
beispielsweise
-
zum
Schutz
der
Küste
konzipiert
-
waren
es
vor
allem
Handelsschiffe,
die
nicht
unbedeutende
Mengen
an
Waren
im
Hafen
von
Triest
umschlugen.
Zu
Kriegszeiten
brauchte
man
natürlich
einen
Oberbefehlshaber,
viele
Namen
von
Admirälen
sind
uns
Österreichern
noch
präsent:
von
Erzherzog
Ferdinand
über
Wilhelm
von
Tegetthoff
bis
hin
zum
vorletzten
Admiral
der k. u k. Marine Rudolf von Montecuccoli, der 1913 von seinem Amt als Flottenkommandant zurück und 70 jährig
in den Ruhestand trat.
Seefahrt
ist
untrennbar
mit
Rattus
rattus
verbunden.
Erstmals
wurden
diese
pelzigen
Tiere
angeblich
auf
dem
Seeweg
aus
Südostasien
nach
Europa
gebracht.
Seither
vermehren
sie
sich
auf
unserem
Kontinent
prächtig.
Auch
heute
gibt
es
noch
Ratten
und
auch
Admiräle.
Allerdings
wird
der
Krieg
eher
gegen
die
Ratten
als
von
Admirälen
geführt. Ein Frühlingstag mit ziemlichem Gewusel …
Rattus norvegicus -
die Wanderratte.
In Brehms Tierleben aus 1914 ist
zu erfahren: In allen Leibes-
übungen sind die Ratten Meister.
Sie laufen rasch und geschickt,
klettern vortrefflich, sogar an
ziemlich glatten Wänden empor,
schwimmen meisterhaft, führen
mit Sicherheit ziemlich weite
Sprünge aus und graben recht
leidlich.
Brehms Tierleben 1914:
Wenn die Ratten sich mehr als
gewöhnlich an einem Orte vermehren,
ist es wahrhaft kaum zum Aushalten.
Und es gibt solche Orte, wo sie in einer
Menge auftreten, von der wir uns kaum
einen Begriff machen können. In Paris
erschlug man während vier Wochen in
einem einzigen Schlachthause 16 000
Stück, und in einer Abdeckerei in der
Nähe dieser Hauptstadt verzehrten
Ratten binnen einer einzigen Nacht 35
Pferdeleichen bis auf die Knochen.
Die! Admiral - Vanessa atalanta - ist ein prachtvoller, auffälliger Tagfalter mit weißen Punkten an den Flügelspitzen und einer knallig
orangen Bänderung an der Vorderseite der Vorder- und Hinterflügel. Ähnlich gestaltet, aber besser als Tarnung zu angelegt, ist die
Unterseite der Flügel. Der Körper des Admirals ist schwarz mit weißen Streifen auf der Unterseite. Die langen braun gefärbten Fühler
helfen dem Schmetterling bei der Orientierung und der Nahrungssuche. Der Geschlechtsdimorphismus ist bei dieser Art nicht stark
ausgeprägt; sowohl Männchen als auch Weibchen sehen ähnlich aus.