der muerzpanther
JETZT ÜBERNEHMEN DIE VÖGEL DEN NESTBAU! Die   Nester   werden   von   den   jeweiligen Arten   meist   im   Mittelpunkt   des   Wohnkreises   gebaut. Dabei    werden    Nistplätze    immer    dort    gewählt,    wo    sie    vor    Fressfeinden    geschützt, verborgen,   schwer   sichtbar   oder   einfach   unzugänglich   sind.   Das   gilt   gleichermaßen   für   die Singvögel    in    den    Bäumen,    als    auch    für    Sumpfvögel,    die    ihre    Gelege    gerne    in    Nester zwischen Schilf und Röhrich legen. Bemerkenswert   dabei   ist   auch,   dass   die   Familien-   und   Ordnungsangehörigkeit   nicht   dazu verleiten   soll,   anzunehmen,   dass   er   sein   Nest   in   der   gleichen   Weise   wie   seine   Verwandten errichtet,   denn   gerade   hinsichtlich   des   Standortes   unterscheiden   sich   die   verschiedenen Glieder einer Familie, sogar einer Gattung voneinander.  Unter   den   Baumnestern   gibt   es   fast   so   viele   verschiedene   Bauarten,   wie   baumbewohnende Vögel.   Manche   tragen   nur   wenige   Ästchen   zusammen,   andere   wiederum   bauen   eine   stabile Unterlage,   deren   Mulde   dann   mit   Moos,   Federn,   Würzelchen   oder   Haaren   ausgelegt   wird. Manche    verweben    nicht    bloß    Grashalme,    sondern    verflechten    und    verfilzen    wollige Pflanzenstoffe   geradezu   kunstsinnig   zu   einem   wahren   Meisterwerk   an   Nestbau.   Meister ihrer   Zunft   sind   auch   die   Kleiber,   die   die   Wandungen   ihrer   Nester   aus   Lehm   herstellen. Dabei   verbessern   sie   den   verwendeten   Lehm   durch   gewissenhafte   Einspeichelung,   wodurch sie   es   verkleben   und   festigen   können.   Andere   Kleiber   wurden   auch   beobachtet,   wie   sie Moose   oder   Pflanzenstoffe   eingespeichelt   haben,   um   dem   Domizil   für   den   Nachwuchs Festigkeit zu verleihen. Jede    Vogelart    verwendet    grundsätzlich    die    gleichen    Baustoffe,    es    spielen    aber    auch Neophyten,   die   andere   Pflanzenbestandteile   wie   Samenwolle   beitragen,   bereits   eine   Rolle für   den   Nestbau.   Vögel   sind   flexibel   und   viele   von   ihnen   auch   Kulturfolger,   weswegen   sich durch    steigendes    und    sinkendes    Angebot    der    Bau    der    Kinderstube    über    die    letzten Jahrzehnte verändert hat.
ACHTUNG! Dieser Artikel enthält folgende Ausdrücke:
Recherchieren   kann   man   auch,   wie   man   ein   stabiles   Osternestchen   für   das   Gelege   des Osterhasen   bauen   kann.   Allerdings   nicht   in   Brehms   Tierleben,   oder   anderen   einschlägigen Werken    der    europäischen    Fauna,    sondern    eher    bei    einer    nicht    ganz    unbekannten Internetseite, die mit goo anfängt und mit gle aufhört  … Am   Ostersonntag   suchen   Kinder   nach   den   Nestern   des   Osterhasen.   Auch   die   Natur   bringt derzeit   eine   große   Vielfalt   an   Nestern   hervor,   denn   allerorts   sind   unsere   Vögel   mit   dem Nestbau   beschäftigt.   Doch   Nest   ist   nicht   gleich   Nest:   So   manches   wird   gezimmert,   gewoben oder   gebaut.   Dabei   sollte   man   tunlichst   darauf   achten,   sie   beim   Nestbau   nicht   zu   stören,   da sie   besonders   sensibel   reagieren:   Bei   Beunruhigung   wird   so   mancher   Nestbau   und   so   manche Brut aufgegeben! Folgen   Sie   mir   auf   einem   Streifzug   zu   den   heimischen   Vogelarten   und   deren   kunstvolles Verständnis für den Nestbau; aber Bitte: RUHE! Zwei   Wochen   lang   meißeln   Buntspechte   ihre   Bruthöhlen   in   Bäume,   die   mit   stolzen   50cm auch   eine   beachtliche Tiefe   erlangen   können.   Sie   beziehen   damit   ein   gezimmertes   Nest.   Der Innenausbau   bleibt   dagegen   eher   spartanisch:   Die   Specht   Eier   liegen   auf   einer   Schicht   aus losen   Holzspänen.   Übrigens   bauen   nicht   nur   Spechte,   sondern   auch   manche   Meisen   ihre Baumhöhlen     selbst,     wie     die     Weidenmeise,     die     ihre     Nester     meist     in     morsche Laubholzstämme hackt. Das   schwerste   Nest   ist   ein   Horst   und   wird   alljährlich   von   Störchen   bezogen.   Jedes   Jahr   wird das   Nest   durch   das   Eintragen   von   Ästen   und   Zweigen   erneuert   und   ausgebessert.   So   kann   ein Storchenhorst   über   die   Jahre   mehr   als   2   m   Durchmesser   und   2,5   m   Höhe   erreichen   und   über eine Tonne wiegen!
Die    Störche    bauen    das    schwerste    Nest    der    heimischen Zug/Vögel.   Der   Horst   des   Adlers   beträgt   1,80-   2   Meter   im Durchmesser   und   wird,   so   wie   das   auch   der   Storch   tut,   vom Adler   über   Jahre   hindurch   genutzt.   In   dieser   Zeit   wird   der Horst    immer    wieder    ausgebessert,    wodurch    er    zu    einem veritablen   Bauwerk   wird   und   meist   an   Höhe,   aber   nicht   im Durchmesser zunimmt.  
Sie    stellen    sich    in    verschiedensten    Bauweisen    dar:    Schnell geflochten,   sehr   filigran   oder   kunstfertig.   Wie   immer   in   der Natur    gibt    es    fast    unendlich    viele    Variationen,    je    nach Anforderungen.
Die   Rubrik   „das   kunstvolle   Nest“   führt   eindeutig   die   Beutelmeise   an,   sie   verwendet   als Baumaterial   Pflanzenfasern   und   Samenwolle   von   Weiden   und   Pappeln.   Damit   errichtet   sie ihre frei hängenden, beutelförmigen  Nester mit seitlichem, röhrenförmigen Eingang. Zwei   bis   drei   Wochen   lang   bauen   die   kleinen   Beutelmeisen   an   ihrem   aufwändigen   Nest.   Das tun   sie   übrigens   gerne   in   der   Nähe   bestehender   Nester   aus   den   Vorjahren.   So   haben   es findige    Vogelkundler    geschafft,    Beutelmeisen    zum    Nestbau    anzuregen,    indem    sie    alte Socken an Zweige hängen. Die   beiden   heimischen   Baumläuferarten   Wald-   und   Gartenbaumläufer   gewinnen   mit   Längen in   der   Kategorie   „das   schmalste   Nest“.   Sie   bevorzugen   Rinden-   oder   Stammspalten,   die   oft nur   wenige   Zentimeter   breit,   dafür   aber   sehr   tief   sind.   Deshalb   füllen   die   Baumläufer   den Spalt    von    unten    mit    einem    Unterbau    aus    lockeren,    aufgeschichteten    Ästchen    und Rindenstückchen   auf   und   bauen   darauf   das   Nest,   das   aus   Grashalmen   oder   Pflanzenstängeln geflochten   wird.   Es   hat   meist   einen   Durchmesser   von   nur   5   cm,   eine   ganz   schön   enge Wohnung für den (inklusive Schwanz) etwa 12 cm langen Vogel. Und   zuletzt   begeben      wir   uns   auch   noch   auf   hohe   See-   so   das   in   Österreich   möglich   ist. Seine   eigene   schwimmende   Insel   baut   sich   der   Zwergtaucher,   ein   verbreiteter   heimischer Wasservogel,    im    Volksmund    auch    „Duckanterl“    genannt.    Das    Schwimmnest    besteht    aus nassen   Wasserpflanzen   und/oder   Schilf.   Die   Pflanzen   werden   zu   einem   eher   schlampig aussehenden,   bis   40   cm   hohen   Haufen   aufgetürmt   und   bilden   dann   eine   schwimmende   Insel, von der aber nur ungefähr 10 cm aus dem Wasser ragen. Manchmal   wird   so   ein   Nest   auch   von   einem   berüchtigten   Brutparasiten   einfach   ausgeliehen: Nein,   der   Osterhase   ist   es   nicht,   sondern   der   Kukuck!   Deswegen   rate   ich:   Seid   vorsichtig   und leise   beim   Nesterlsuchen   und   gebt   gut   auf   Eure   gefiederten   Freunde   acht!   Sie   werden   es Euch sicher lohnen!