der muerzpanther
WER KAPFENBERG SAGT, MUSS AUCH BULLS SAGEN Gute   Nerven   waren   in   dieser   Finalserie   vor   allem   durch   die   Aufholjagden   der   Kapfenberg Bulls   gefragt.   Warum   es   letztlich   leider   nicht   zu   Meistertitel   gereicht   hat,   wird   sicher   in   den nächsten Wochen analysiert werden …          …   damit   die   nächste   Saison   wieder   ein   Platz   weiter   vorne   in   der   Tabelle   abgeschlossen werden   kann.   Die   Begeisterung   für   diese   Mannschaft   ist   ungebrochen   und   viele   Fans   freuen sich bereits auf einen Besuch in Walfersam. Der   MÜRZPANTHER   hat   ein   Interview   mit   Mike   Coffin,   dem   Trainer   der   Bulls   geführt   und   hat das   Ergebnis   am   4.   Spieltag   zur   Kenntnis   genommen.   Sekt   kalt   stellen,   aber   noch   nicht öffnen!   Der   Sekt   war   für   die   Feier   am   Mittwoch   bereits   gut   gekühlt   …   und   hat   trotzdem bereits am Sonntag gemundet!
 NACH OBEN NACH OBEN
ACHTUNG! Dieser Artikel enthält folgende Ausdrücke:
dMP:   Helmut   Moschik   und   Du   seid   Urgestein   in   dieser   Mannschaft.   Wie   wichtig   sind solche Persönlichkeiten für die Öffentlichkeit, aber auch für den Nachwuchs? Mike   Coffin:   Es   ist   sehr   wichtig,   speziell   im   Nachwuchs,   Persönlichkeiten   zu   haben,   die   eine enge   Beziehung   zum   Club   mitbringen,   hier   gespielt   haben   und   auch   aufgewachsen   sind.   Sie wissen,   was   es   bedeutet,   bei   den   Bulls   zu   spielen!   Helmut   ist   seit   1994   hier,   meine   erste Saison   war   95/   96.   Ich   habe   mit   Helmut   zusammen   bis   2002   gespielt.   Diese   Personen,   die Geschichte in der Mannschaft mitbringen, sind für den Club wichtig.  dMP: In dieser Zeit haben sich auch die Erfolge eingestellt … Mike   Coffin:   Zusammen   waren   wir   zweimal   Vizemeister,   danach   wurde   ich   mit   Kapfenberg vier   Mal   hintereinander   Meister,   zweimal   mit   Helmut.   Und   das   meine   ich   mit   history :   Sein Sohn   Ian,   der   aktuell   in   der   Mannschaft   ist,   ist   ein   wichtiger   Spieler   für   die   Mannschaft   und war   auch   in   den   letzten   Jahren   in   der   U12   tätig.   Er   hat   am   Beginn   der   Saison   im   Team   eine größere   Rolle   gespielt.   Zur   Zeit   kommt   er   nicht   so   oft   zum   Einsatz,   weil   wir   viele   Spieler   auf dieser Postion haben. 
dMP:   Spielerverträge   werden   nur   auf   kurze   Zeit   abgeschlossen,   wodurch   immer   einige Spieler   gehen   und   einige   kommen.   Wie   schwierig   ist   es   als   Trainer   damit   umzugehen, wenn auch zentrale Positionen einer Mannschaft wechseln? Mike   Coffin:   Im   Verein   wurden   die   Verträge   -   auch   bereits   als   ich   Spieler   war   -   nicht   nur   auf ein   Jahr   abgeschlossen,   sondern   meistens   auf   zwei   bis   drei   Jahre.   Wir   versuchen   speziell   die guten   österreichischen   Spieler   auch   mit   längerfristigen   Verträgen   bei   den   Bulls   zu   halten.     Aber   auch   ein   oder   zwei   ausländische   Spieler   -   das   klappt   nicht   immer!   Mein   Sohn   hatte einen   Dreijahresvertrag,   Vujosevic,   unser   Superstar   hatte   einen   Vertrag   über   zwei   mal   zwei Jahre   unterschrieben.   Natürlich   ist   es   für   den   Coach   schwierig,   jedes   Jahr   neue   Persönlich- keiten   und   Charaktere   in   der   Mannschaft   zu   haben.   Es   ist   kompliziert,   sie   in   das   Team hineinzubringen.   Bei   unserem   Scouting   schauen   wir   in   Hinblick   auf   Neuverpflichtungen   sehr auf   den   Charakter   der   Spieler!   Wir   holen   die   Spieler   nicht   nur   unter   dem   Aspekt,   dass   sie gut   sind,   davon   gibt   es   Millionen,   sondern   wie   sie   in   die   Mannschaft   passen.   In   der   letzten Zeit haben wir Gott sei Dank viel Erfolg gehabt. dMP:   Der   Erfolg   hat   sich   in   den   letzten   Jahren   auch   in   Meistertiteln   ausgedrückt. Erwartet   die   Öffentlichkeit   den   Titel?   Gibt   es   von   dieser   Seite   einen   Druck   auf   das Team? Mike   Coffin:   Wenn   Du   bei   den   Bulls   spielst   oder   coacht,   wird   erwartet,   dass   Du   um   den Titel spielst.    Ob    das    einen    Druck    erzeugt,    ist    schwer    zu    sagen,    es    liegt    an    den    einzelnen Persönlichkeiten.    Das    gehört    zum    Sport    dazu.    Wenn    man    den    FC    Barcelona    oder    die Kapfenberg   Bulls   trainiert,   gibt   es   Druck.   Natürlich   wird   erwartet,   den   Titel   zu   holen   und wir spielen um den Titel. dMP: Kann die Niederlage im dritten Spiel auch zu positiver Motivation führen? Mike   Coffin:   Natürlich   gibt   es   den   positiven   Effekt   dadurch,   dass   wir   22   Punkte   hinten gelegen    sind    und    aufgeholt    haben.    Dann    haben    wir    das    Spiel    aus    der    Hand    gegeben. Natürlich   ist   das   bitter   und   wir   müssen   die   Niederlage   bis   Sonntag   aus   dem   Kopf   bekommen, um alles geben zu können.
dMP:   Gibt   es   ein   Konzept:   Voller Angriff,   alles   oder   nichts?   Wie   stellst   Du   die   Mannschaft für den Sonntag ein? Mike   Coffin:   Das   ist   ein   finales   Spiel:   Do   or   die!   Man   kann   tausend   taktische   Überlegungen anstellen,   aber   das   bringt   nichts.   Die   Spieler   müssen   cleverer   spielen,   mit   mehr   Disziplin und kämpferisch sein. Das ist alles. dMP:     Nach     dem     zweiten     Spiel     hast     Du     die     geringe    Athletik     der     Mannschaft herausgestellt, hat sich das im dritten Spiel geändert? Mike   Coffin:   Nein.   Das   Spiel   war   intensiv,   wir   sind   aber   leider   wieder   hinterher   gelaufen.   Wir waren   auch   immer   einen   Schritt   zurück.   Das   ist   eine   Willens-   und   Denksache:   wo   geht   der Gegenspieler hin? Wo kann ich ihn stoppen? Das müssen wir bis Sonntag verbessern. dMP: Wo liegt der Vorteil der Bulls gegen die Swans? Mike   Coffin:   Die   Spieler   müssen   nach   dem   dritten   Spiel   einmal   regenerieren.   Einige   waren vierzig   Minuten   auf   dem   Platz!   Am   Sonntag   müssen   wir   forcieren,   den   Ball   über   die   großen Spieler   innen   zu   spielen   und   nicht   so   viel   zu   trippeln.   In   zwei   Tagen   kann   man   die   Taktik nicht umstellen. Und wir müssen mit mehr Tempo spielen. dMP:    Auf    der    Swans    Seite    kann    man    lesen,    dass    die    Leistung    zweier    Spieler    ein wesentlicher Faktor des Erfolgs war. Hängt der Erfolg eines Teams an Einzelnen? Mike   Coffin:   Die   Swans   Gmunden   haben   drei   Spieler,   die   bereits   fünf   oder   sechs   Jahre zusammen   spielen.   Dazu   haben   sie   einen   österreichischen   und   einen   finnischen   Spieler   aus der   jeweiligen   Nationalmannschaft.   Die   arbeiten   wie   eine   Maschine   zusammen.   Die   Swans     haben   als   Team   Topqualität.   Wir   haben   die   bessere   individuelle   Qualität,   aber   wir   sind   weit weg   vom   Funktionieren   der   Maschine.   Wenn   wir   das   bringen,   sind   wir   unschlagbar! Aber   dass die fünf Spieler zusammenarbeiten, geht nicht immer. dMP: Liegt das an den Charakteren der Spieler oder an der Zeit, so zu spielen? Mike   Coffin:   Es   liegt   am   Know-how.   Ein   paar   Spieler   kommen   direkt   aus   Amerika   aus   dem College, die noch jung sind und Zeit brauchen. Das dauert immer … dMP:  Wie siehst Du dich als Trainer? Ruhig oder aufbrausend? Mike   Coffin:   Ich   bin   am   besten,   wenn   ich   in   meinem   Ruhebereich   bin!   Manchmal   muss   man aber aus der „Comfort zone“ kommen, ein bisschen anfeuern und Disziplin fordern! dMP: Herzlichen Dank für das Gespräch und viel Erfolg!
Hinter   dieser Türe,   die   zur   Zeit   für   Fans   noch geschlossen   bleiben   muss,   befindet   sich   eine riesige     Glasvitrine,     die     alle     Pokale     be- herbergt.   Es   wäre   schön,   käme   heuer   noch einer dazu …
Mike   Coffin   war   auch   lange   als   Spieler Teil   der   Mannschaft.   Mit   den   vielen Titeln wurde   er   als   Trainer   zu   einem   Aushänge- schild   des   Vereins.   In   der   Bulls   Halle   in Kapfenberg Walfersam.
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