der muerzpanther
Des MÜRZPANTHERS Senf - vom ganz schoafen. Diese   Pandemie   generiert   laufend   Missverständliches. Ampeln   werden   eingeführt,   die   in   der Woche   darauf   in   jedem   Bundesland   „interpretiert“   werden,   es   werden   Aussendungen   und Ankündigungen    Tage    später    zurückgezogen,    mit    Zahlen    wird    gespielt    als    wären    sie Jonglierbälle    im    Zirkus.    Und    Jeder    hat    seine    Experten,    die    sich,    wie    es    in    der Naturwissenschaft   ja   üblich   ist,   diametral   widersprechen.   Manche   Gruppen   werden,   weil   es sich   politisch   umsetzten   lässt,   diskreditiert   als   Spinner,   manche   verlieren   ihren   Job,   weil   sie anderer Meinung sind. Schulen   werden   in   gewissen   Schulstufen   geschlossen,   weil   Institute   feststellen,   das   Jüngere kaum   Überträger   sind.   Monate   vorher   hat   man   -   basierend   auf   denselben   Quellen   -   im lockdown   Eltern   vor   fast   unlösbare   Aufgaben   gestellt,   unter   anderem   die   Betreuung   der Kinder.   Werden   beim   nächsten   Herunterfahren   mit   verschärften   und   strengen   Ausgangs- verboten   Großeltern   ihre   Enkel   wieder   betreuen   können?   In   diesem   Zusammenhang   hat   auch das   Robert   Koch   Institut   festgestellt,   dass:   „Im   Gegensatz   zu   Infektionskrankheiten   wie Masern,   Mumps   oder   Röteln,   bei   denen   kleine   Kinder   als   Hauptübertragungsquelle   gelten, spielen   Kinder   bei   der   Verbreitung   von   SARS-CoV-2   nur   eine   untergeordnete   Rolle“   (Zitat: ages.at). Die    Diktion    über    ein    neuerliche    Sperrstunde    des    Landes    fängt    an    sich    zu    verändern. Bundesminister   reden   nicht   mehr   über   einen   lockdown,   sondern   über   einen   harten   oder weichen    lockdown.    Aber    das    Ergebnis    wird    keinen    Unterschied    machen:    Weiterer Wirtschaftsrückgang,    eine    steigende    Arbeitslosenzahl,    Folgeerkrankungen,    bis    hin    zu Protestbewegungen.   Doch   die   Bevölkerung   soll   weiter   bei   Coronalaune   gehalten   werden   und immer öfter ist von Chaos zu lesen … Die   Regierung,   die   die   Verantwortung   übernommen   hat   macht   Fehler.   Und   redet   sich   noch immer auf die kommende Impfung aus. Wie lange das noch gut geht? Das   werden   wir   bedauerlicherweise   am   eigenen   Leib   zu   spüren   bekommen.   Bis   dahin   werde ich   mich   auch   mit   der   Situation   in   den   Schulen   näher   befassen.   In   einer   Woche   beginnen   die Herbstferien,   die   auch   mit   Urlauben   im   In-   und   noch   schlimmer   Ausland   (noch   höhere Zahlen)   verbunden   sind.   Wird   es   bereits   während   oder   erst   nach   den   Ferien   zu   Schulschließ- ungen    kommen?    Begonnen    wurde    bereits    damit.    Wie    die    Gesetze    und    Empfehlungen umzusetzen    sind,    wird    auch    durch    das    Interview    mit    Julian    Kampitsch    vom    Büro    der Bildungsdirektion noch einmal verdeutlicht.  Zitate : BM für Bildung
dMP:        In    der    Presseaussendung    heißt    es:    "Daher    lässt    sich    ein grippaler    Infekt    nur    schwer    von    Covid-19    unterscheiden".    Und weiters:      "Die   betroffene   Schülerin/der   betroffene   Schüler   wird abgesondert."   Um   einem   Graubereich   entgegenzutreten:   Wie   sieht die    "Absonderung"    aus?    Muss    das    Kind    in    einem    anderen    Raum betreut werden? Von wem? Julian     Kampitsch:     Im     Falle     eines     Verdachtsfalles     erfolgen     alle Anweisungen    jeweils    durch    die    örtlich    zuständige    Gesundheits- behörde.    Bis    zum    Vorliegen    einer    Entscheidung    der    zuständigen Gesundheitsbehörde     soll     sich     die     betroffene     Person     in     einem getrennten   Raum   (nicht   im   Schularztzimmer!)   aufhalten   und   unter Wahrung   der   Hygiene-   und   Distanzbedingungen   beaufsichtigt   werden. Die   Aufsicht    wird    vom    an    der    Schule    anwesenden    (Lehr-)Personal wahrgenommen.    dMP:   Es   gibt   unter   den   Schülern   nicht   viele,   die   einer   Risikogruppe angehören.   Dabei   sticht   eigentlich   nur   Diabetes   mellitus   hervor. Diese     Schüler     (so     die     Krankheit     bekannt     ist)     müssen     vom Präsenzunterricht   freigestellt   werden.   Wie   lange?   Und   wie   sollen sie unterrichtet werden? Julian   Kampitsch:   Bei   Vorerkrankungen   von   Schülerinnen   und   Schülern ist   eine   Absprache   mit   der   jeweils   zuständigen   Ärztin/dem   jeweils zuständigen    Arzt    nötig,    um    abzuschätzen    inwieweit    das    mögliche gesundheitliche   Risiko   eine   längere   Abwesenheit   vom   Präsenzunter- richt   und   somit   eine   Isolation   zwingend   notwendig   macht.   Wird   eine Befreiung     vom     Präsenzunterricht     für     medizinisch     erforderlich gehalten,   ist   diese   durch   ein   ärztliches   Attest   zu   belegen   und   der Schule vorzulegen.
Die    Schüler/innen    mit    Grunderkrankungen    und    ärztlichem    Attest sollen    bestmögliche    Unterstützung    vonseiten    der    Schule    erhalten, haben    den    Stoff    jedoch    –    wie    in    anderen    Krankheitsfällen    auch    grundsätzlich     selbstständig     nachzulernen.     Sollten     sie     wichtige Prüfungen   absolvieren   müssen,   sind   Einzelprüfungen   unter   Einhaltung von Hygieneauflagen an den Schulen abzuhalten. dMP:   Durchlüften   ist   sicher   eine   gute   Maßnahme. Aber   effektiv   nur in     besetzten     Klassen!     Grundsätzlich     herrschen     eher     höhere Temperaturen   in   den   Schulkassen,   lüften   wird   dadurch   im   Winter vielleicht   sogar   zu   einer   höheren   Erkältungsrate   führen   (und   das wiederum zu mehr Meldungen). Wie lauten hier die Empfehlungen? Julian    Kampitsch:    Es    wird    empfohlen,    die    Schulräume    regelmäßig, auch    während    des    Unterrichts,    zu    lüften.    Die    Festlegung    fixer Intervalle    für    das    Lüften    (z.    B.    alle    20    Minuten)    unterstützt    die konsequente   Umsetzung   und   senkt   die   Viruskonzentration   und   damit die Wahrscheinlichkeit einer Infektion sehr deutlich. Auch   im   Winter   sorgt   Stoßlüften,   also   ganz   kurzes,   komplettes   Öffnen der   Fenster,   für   einen   raschen   Luftaustausch,   ohne   den   Raum   zu   sehr abzukühlen.   Damit   wird   die   Ansteckungsgefahr   aller   Infektionskrank- heiten,    die    über    Tröpfchen    übertragen    werden,    reduziert    –    auch Schnupfen.
dMP:   Ist   die   von   BM   Faßmann   eingeführte   Corona   Hotline   (0800   21 65 95) auch für pädagogische Fragen/ Antworten gedacht? Julian   Kampitsch:   Die   Hotline   des   BMBWF   steht   in   erster   Linie   für Fragen   zum   Schulbetrieb   im   Herbst   zur   Verfügung.   Bei   pädagogischen Fragen   wird   man   aber   sicherlich   auch   bis   zu   einem   gewissen   Maße weiterhelfen können.    dMP:   Ist   mit   erhöhtem   Bedarf   an   Lehr-   und   Betreuungspersonal   für den   Herbst/   Winter   zu   rechnen?   Bereits   die   Sommerschule   wird   auf "Überstundenbasis" der Pädagogen abgerechnet! Julian    Kampitsch:    Nein,    abgesehen    von    bestimmten    Regionen    sind derzeit    keine    Personalengpässe    absehbar,    erfreulicherweise    ist    der Schulbetrieb   in   der   Steiermark   somit   flächendeckend   gesichert.   Die Sommerschule    kann    in    dieser    Hinsicht    nicht    mit    dem    regulären Schulbetrieb verglichen werden. dMP:   "Allerdings   darf   eine   rinnende   und   verschnupfte   Nase   kein Grund    dafür    sein,    dass    Kinder    der    Besuch    in    einer    Einrichtung verwehrt   wird."   Muss/   soll   in   einem   solchen   Fall   -   um   nur   ja   keine Covid    19    Infektion    zu    übersehen!!!    -    in    der    Einrichtung    zu Maßnahmen    gegriffen    werden?    Siehe    erste    Frage    -    und    damit schließt sich der Kreis! Julian   Kampitsch:   Im   Zweifelsfall   wird   sicherlich   eine   Abklärung   der Schulärztin/dem     Schularzt     oder     über     die     Telefonnummer     1450 zielführend sein.
Besteht   dabei   der   dringende   Verdacht,   dass   es   sich   um   eine   COVID- Infektion   handelt,   ist   unmittelbar   eine   Anzeige   bei   der   zuständigen Gesundheitsbehörde     zu     tätigen,     die     alle     weiteren     Maßnahmen vorschreibt und ergreift. Die Vorgabe des Bildungsministeriums diesbezüglich lautet: Jede   Form   einer   akuten   respiratorischen   Infektion   (mit   oder   ohne Fieber)   mit   mindestens   einem   der   folgenden   Symptome,   für   das   es keine   andere   plausible   Ursache   gibt,   soll   zu   einem   Fernbleiben   vom Unterricht   führen:   Husten,   Halsschmerzen,   Kurzatmigkeit,   Katarrh   der oberen       Atemwege,       plötzlicher       Verlust       des       Geschmacks- /Geruchssinnes. Die   Weitergabe   eines   grippalen   Infekts   innerhalb   der   Familie   wäre dabei   eine   „plausible   Ursache“,   das   Zusammentreffen   von   mehreren Symptomen      (z.B.      Kurzatmigkeit,      hohes      Fieber)      jedoch      ein ernstzunehmender   Hinweis,   der   eine   weitere   Abklärung   erforderlich macht (z.B. über die Telefonnummer 1450).